Montag, 8. Dezember 2014

Papa Molls Freunde - Integration und Inklusion...

Vor einigen Wochen ist ein Buch innerhalb der "Papa-Moll"-Reihe heraus gekommen, das sich für die bessere Integration von Menschen mit Behinderung und für Toleranz einsetzt. 


Die Geschichte beginnt mit Familie Moll und dem Dackel Tschips, die einen Ausflug in die Berge machen und dabei auf eine Gruppe Menschen mit Behinderung treffen. Als Papa Moll sich erschöpft vom Aufstieg an Peters Rollstuhl lehnt, kommt dieser ins Rollen und saust den Berg hinunter. Wie kommt Peter nun den Berg herunter? 

Weil Papa Moll sich entschuldigen möchte, besucht die Familie die Einrichtung, in der die Gruppe lebt. Papa Moll will seine Hilfe anbieten und bleibt vorerst mal bei diesen neuen Freunden. Zusammen  erleben sie typische Papa Moll Abenteuer, in denen Moll immer wieder viele sympathische Ungeschicklichkeiten passieren. Die Menschen mit Behinderung werden in verschiedenen Situationen gezeigt, in denen sie mal cleverer sind als Moll, phantasievoller oder verspielter. Mit Witz, Humor und Respekt wird ein lebendiges Heimleben mit ihren Bewohnern porträtiert. Dabei wirbt das Buch unterhaltsam und unaufdringlich für Toleranz. 


Bei der Entstehung des Buches wurde sorgfältig recherchiert und mit Spezialisten und Betroffenen eng zusammen gearbeitet. Die Idee zu diesem Band stammt von Menschen aus dem Arbeits- und Wohnzentrum in Kleindöttingen, welche das Buch mit Rat und Tat auch gefördert haben. Diese gelungene Zusammenarbeit spürt man beim Lesen und Anschauen der lustigen Bildern. 

Die Autoren des Buches wünschen sich damit eine bessere Integration von Menschen mit Behinderung in den gesellschaftlichen Alltag. Sicher hilft es für mehr Interesse und Toleranz, doch ich sehe den  Link zum gesellschaftlichen Alltag nicht gut... Da kommen meine persönlichen Fragezeichen. Denn es geht hierbei ja um das Leben in einem Wohnheim und Werkstätte. Die Menschen haben im ganzen Buch kaum Kontakt zur Gesellschaft außerhalb ihres Heimradius. Das spezielle Ereignis, dass Moll uns seine Familie zu ihnen ins Wohnheim kommen und seine Hilfe anbieten, ist der Aufhänger der Geschichte. Der Leser kann sich mit Moll identifizieren und vielleicht auf die Idee kommen, auch mal eine solche Einrichtung zu besuchen, zumindest an einen von ihnen organisierten Bazar zu gehen. Dennoch, die Menschen mit Behinderung bleiben eine Gesellschaftsgruppe unter sich, mit wenig Austausch zum öffentlichen Leben. Es bleibt ein eigenes Biotop.


Wenn ich sehe, wie Calista sich weitgehenst "normalmenschlich" entwickelt, sich für die genau gleichen Dinge wie ihre Schwestern interessiert, sich über die gleichen Sachen freuen oder aufregen kann und ein Mädchen ist, dass aktiv und möglichst autonom ihre Schritte ins Leben macht. Wenn sie voller Freude ein hübsches Kleidchen anzieht, sich vor dem Spiegel dreht und zur Musik tanzt, wenn sie draußen mit anderen Kindern Roller fährt, Fußball und Verstecken spielen will, wenn sie wie die großen Schwestern eine Schultasche schnappen will und mir fröhlich "Tschüss Mama!" winkend zuruft, wenn sie frustriert ist über ein Missgeschick, wenn sie Restaurant spielen und mir Kaffee servieren will, wenn sie liebevoll mit ihren Puppen spielt und einen ganz sanften Blick bekommt, wenn sie ein Baby sieht. Wenn sie eine Aufgaben bekommen will, stolz ist, eine Verantwortung zu tragen, strahlt, wenn ihr etwas gelingt und jeden Tag neugierig die Welt ein Stückchen mehr erobert. Wenn ihre Lieblingssätze "Ich auch!" und "Ich will alleine!" heissen... dann gibt es für mich nur einen Weg: Die Inklusion. Es gibt für mich keinen überzeugenden Grund, warum Calista "ausgeschlossen" werden soll. Warum sie in einem Heim leben soll, wo sie sich ihre Mitmenschen und Betreuer nicht aktiv selbst aussuchen kann, wo sie immer fixe Essenszeiten und fremdbestimmte Menupläne akzeptieren muss. Ein  Ort, der Schlaf- und Weckzeiten vorschreibt. Eine Werkstätte besuchen soll, die eine Reihe von Tätigkeiten anbietet, aus denen sie sich etwas auszusuchen hat, und dabei etwas "Sackgeld" verdient aber nie einen richtigen Lohn bekommt. 
Warum soll Calista, die nun fröhlich und voller Lebenslust mitten unter uns lebt, gesellschaftlich "abgeschoben" werden? 


Inklusion ist in Thema, dass nicht nur für mich immer aktueller wird, sondern auf uns alle zu kommen wird. Schließlich hat die Schweiz (wie auch die EU und viele andere Länder) im April dieses Jahres die UNO-Behindertenrechtskonvention ratifiziert. Diese beinhaltet vor allem die größtmögliche, gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderung am gesellschaftlichen Leben. Die Schweiz hat sich somit verpflichtet, die Inklusion und Gleichstellung dieser Menschen in der Gesellschaft aktiv zu fördern. Natürlich sind mit diesem offiziellen Beitritt erst die Grundlagen geschaffen. Die konkrete, alltägliche Umsetzung muss von allen Gesellschaftsmitgliedern unterstützt werden, denn Inklusion entsteht nicht durch einen politischen Entscheid, sondern ist ein gesamtgesellschaftlicher Umdenkprozess. Und ein großer Lernprozess für alle.




Dass dieser Weg schwierig sein kann, haben wir diesen Sommer bereits selbst erfahren, denn die Krippe von Calista kam mit ihrer Entwicklung nicht zurecht. Sie haben sich viel zu wenig für sie interessiert, sie waren der Auffassung, dass Inklusion nur bedeute, ein Kind mit besonderen Bedürfnissen aufzunehmen und dann gleich wie alle anderen zu behandeln. So wird man aber einem solchen Kind überhaupt nicht gerecht. Ich suchte immer wieder kleine Gespräche mit den Betreuerinnen, doch es war wenig Gegeninteresse da. Unsere Heilpädagogin besuchte dann Calista in der Krippe und sah dringenden Handlungsbedarf. Sie erkannte sofort, dass man Calista helfen musste, ihr Sätze zur Hand geben musste, wie sie sich verbal in ein Spiel integrieren kann, wie sie Kommunikation aufbauen kann etc. Calista wurde aber in der Krippe diesbezüglich komplett sich selbst überlassen, sie musste deswegen sehr viel und sehr oft Frust einstecken und begann, Spiele der anderen zu stören, kleinere Kinder zu schlagen etc. Die Krippe wollte aber die Hilfe der Heilpädagogin nicht annehmen... Zwei Wochen später, als ich Calista eine Stunde früher als sonst abholte und spontan ins Spielzimmer lief, sah ich, wie sie auf einem kleinen Stuhl fixiert war und mit dem Gesicht gegen die Wand gedreht...!! - Ich fragte sogleich, ob ich die Situation richtig verstanden habe, dass Calista zur Strafe so behandelt wurde? Ja. Sie habe ein Spiel zerstört und ein kleines Kind mit einem Spielzeug auf den Kopf gehauen. - Ich nahm Calista per sofort aus der Krippe und meldete es der Krippenleiterin (welche mir gegenüber aber vor allem entschuldigende Gründe für ihr Team suchte...). Es war ein sehr schockierendes, aufweckendes Erlebnis. Seither darf Calista zweimal pro Woche in unserem Quartiertreff in die Spielgruppe gehen. Sie wurde voll Freude und mit viel Interesse  von der Leiterin aufgenommen. Unsere Heilpädagogin durfte wöchentlich kommen und Calista bei der Integration in die Gruppe unterstützen. Sie musste ihr vor allem die Sprache dazu anbieten. Es brauchte wenige Wochen, da war Calista gut in der Gruppe angekommen, sie haute nicht mehr und sie zog sich auch nicht mehr in eine Ecke zurück, wenn etwas schief lief. Calista blühte auf. In der Spielgruppe haben wir ganz tolle Menschen gefunden, die Inklusion ernst nehmen und bereit sind, ihren Teil dazu zu lernen. Es ist wunderbar! - Diese Erfahrung zeigte mir, dass Inklusion nur gelingt, wenn alle Beteiligten gut kommunizieren und zusammen arbeiten, wenn sie sich für Calista und ihrem Anderssein ernsthaft interessieren und ihre Bedürfnisse berücksichtigen. In diesen Wochen habe ich selbst auch sehr viel gelernt. Es war ein ankommen auf dem Boden der Realität. Eine Realität, die mir aber auch Mut macht und mich in meinem Vorhaben bestärkt. Trotz allen Schwierigkeiten und offenen Fragen, die noch auf uns zu kommen werden, suche ich für Calista den Weg der Inklusion. 


Wer nun gerne das neue Bilderbuch "Papa Moll findet neue Freunde" haben möchte, darf bei meinem "ausnahmsweise-mache-ich-ein-Glücksspiel" mitmachen. Ich habe fünf Exemplare zu verschenken. Ich könnt mir ein Email schreiben, einen Kommentar hinter lassen, eine Sms... wie auch immer ihr einen Weg zu mir findet, gebt mir Euren Namen und ich werde Glückslose schreiben. Calista wird Fee spielen und fünf Namen aus dem Lostopf ziehen...


Herzliche Dezembergrüsse von Iren, die eigentlich noch so viele Post schreiben wollte dieses Jahr...

Kommentare:

  1. Liebe Iren,
    so vieles gäbe es zu schreiben und zu bedenken.

    Ich bin entsetzt (!!) zu lesen, dass "man" Calista auf einem Stuhl festgebunden hat und sie in Richtung Wand setzte. DAS ist einfach unfassbar!!
    Was Erwachsene immer noch kleinen Menschenseelen antun.
    Pädagogen/Pädagoginnen. Da bleibt eine sprachlos ... und das wäre das Falscheste.
    Gut, dass Du die Kleine umgehend aus dem Haus genommen hast.
    Mutige und konsequente Mütter zum Schutze ihrer Kinder ist einer der wichtigen Punkte.

    Mir schmerzt das Herz.

    Ich grüße Dich sehr und danke Dir für diesen Post.
    Oona

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    1. Liebe Oona - ja, genaues Hinschauen ist sehr wichtig. Die Kinder kommen in der Regel nicht nach Hause und erzählen diese Dinge, denn in diesem Alter reflektieren sie die Erwachsenen nicht kritisch. Ich glaube, dass Calista keine Sekunde dachte, dass das Verhalten ihrer Betreuerinnen falsch war. Sie übernahm bestimmt ihr Wertesystem und fühlte sich schuldig...
      Die arme Kleine! Sie hatte zudem auch nicht die Fähigkeit, es mir zu erzählen. Sie kann es sprachlich schlichtweg nicht. Und ich denke, dass haben sie ausgenutzt, bewusst oder unbewusst. - Ja, man wird schon nachdenklich, denn diese Menschen betreuen eine sehr wichtige Phase im Leben eines Kindes...!

      Liebe Grüsse
      Iren

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  2. An Deiner Stelle hätte ich Calista auch aus der Krippe genommen. Eine solche Behandlung geht gar nicht. Einfach nur "entsetzt".
    Aber in den Lostopf hüpfe ich gern, sofern Du nach Deutschland verschickst.

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    1. Ich verschicke auch nach Deutschland, selbstverständlich wollen wir die Landesgrenze nicht gelten lassen... ;-)

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  3. Liebe Iren,
    vielleicht wird da ganz einfach Papa Moll der Normalo integriert in ein Leben bisschen nebst der tristen traurigen Alltagsnorm, in ein Leben wo anders sein und Lebeslust Platz hat?
    Herzlich,
    Maya

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    1. Liebe Maya - ich glaube, du hast es ganz richtig verstanden! Danke für deine richtige Interpretation! :-)

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    2. so schön beschrieben, liebe maya<3
      herzlich
      christina

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  4. Deine Krippenerzählung schockiert mich total!!!
    Ich leibe Papa Moll!
    Es wäre mir eine freude dieses Buch mit meinem Sohn zu Hause, sowie mit meinen Schulkindern zu lesen!
    Viele liebe Grüße, Eva

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  5. Ich bin sooo erschrocken, es ist entsetzlich. Schon wieder musste ein hilfloses Kind eine Situation aushalten, die niemals sein darf!
    Wir sind damals bei Robert auch zufällig dazugekommen. Wir waren in der Nähe und haben beschlossen ihn früher abzuholen. Und dann ... finden wir unser Kind eingeschlossen in einer Toilette ohne Fenster. Die Tür war von aussen verschlossen, das Licht auch von aussen abgeschaltet. Er hat lang danach noch Angst gehabt, geht heute noch sehr ungern in Räume ohne Fenster.
    Ich bin so froh, dass Du Dein Kind gleich rausnehmen konntest. Es freut mich, dass es nun so fein läuft. Einfach wunderbar, es liegt an Euch, an den Menschen und am guten Willen. Der fehlte in Eurer 1.Krippe genauso wie in Roberts 1.Schule. Es ist aber meiner Meinung nach nicht nur der gute Wille. Es muss ein Herz und Liebe da sein bei den Betreuern, sonst leiden die Kinder. Ich habe inzwischen gelernt, dass nicht jeder behinderte Kinder betreuen kann. Manche gestehen es sich selber nicht ein, überspielen die Probleme die sie mit der Betreuung haben.
    liebe Grüsse
    und ein aufatmen bei mir, weil es Calista nun so gut geht
    Elisabeth

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    1. Oh Mann, so was habt ihr auch erlebt?! - Hattest Du nicht auch das Gefühl, dass es dein Instinkt war, dass du ihn früher abgeholt hast? Ich hatte auch plötzlich die Idee, sie früher als sonst zu holen und habe nicht gewartet bis man sie mir bringt, wie sonst immer, sondern bin einfach ins Spielzimmer rein gelaufen.
      Calista war zwar nicht im Dunklen eingesperrt, doch es hat mich sehr traurig gemacht, zu sehen, wie sie auf diesem Stühlchen gegen die Wand sitzen musste... Ich konnte die Nacht darauf kaum Schlaf finden. Und es war mir und Christian sofort klar, dass wir Calista dieser Krippe keine Minute mehr anvertrauen. - Es ist bestimmt nicht aus Böswilligkeit geschehen, sondern aus Unverstand und Unvermögen. Aber das entschuldigt nichts. Denn wie du sagst, muss man Unvermögen eingestehen können. Ich weiss, dass nicht alle Menschen Calista lieben/lieben werde. Das ist auch ok. Aber die Probleme überspielen, resp. das Kind darunter leiden lassen geht überhaupt nicht. Ich habe gelernt, ganz genau hinzuschauen und sonst andere Menschen suchen, die Freude an Calista haben. Wir haben nun ein sehr kompetentes Betreuerteam in der Spielgruppe, eine super Babysittern und eine ganz tolle Schwimmlehrerin. Alle freuen sich immer, mit Calista zusammen zu sein und sagen, dass sie auch viel mit und von ihr lernen. - So ist es richtig, so sollte es sein: Geben und nehmen.

      Liebe Grüsse an Euch alle
      iren

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  6. Bei der Erzählung kommen mir wirklich fast die Tränen. Unglaublich, dass so etwas heute noch mit Kindern gemacht wird. Alles Gute für euch und ich hoffe, ihr müsst nie wieder so etwas erleben.. und hoffentlich hat die Beschwerde in dem Kindergarten trotz allem etwas bewirkt.

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    1. (Ich möchte auch nicht an der Verlosung teilnehmen)

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    2. Liebe Ellie, was die Beschwerde bewirkt hat, weiss ich nicht genau. Doch ich habe es klar und deutlich platziert und forderte eine interne Aufarbeitung des Falles. Und dass sie mir das voraus bezahlte Geld zurück erstatten. - Mehr konnte ich nicht tun. Aber ich habe gelernt, vorwärts zu schauen und wir haben so eine glückliche Situation jetzt, ich bin fast dankbar, dass es am Schluss so gekommen ist. Sonst hätte ich sie noch ein Jahr länger dort gelassen und sie hätte nie diese tolle Betreuung bekommen, die sie jetzt hat. In der Krippe wurde sie einfach eher so was wie "aufbewahrt", aber nicht wirklich aktiv betreut. In der Spielgruppe malen, kleben, malen, kneten sie so viel, nebst spielen und singen mit der Gitarre. Calista liebt alles so sehr!

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  7. Hallo Iren,
    schön, dass Calista sich in der neuen Spielgruppe wohlfühlt und dort richtig aufblüht. Ich als Lehrerin erlebe leider zu oft, dass Inklusion nicht richtig angegangen wird. Das Buch wäre super für meine Klasse.
    Viele Liebe Grüße, Ana (ana-weber@hotmail.de)

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  8. Liebe Iren
    Wuah, ich bin entsetzt!... Mein Mann wurde als halbjähriges Baby auf der Säuglingsstation eines Spitals mal in einem fensterlosen Putz"schrank" parkiert, weil er natürlich viel lauter und aktiver als die Winzlinge war. Auch nur per Zufall wurde dieser Zustand von der Eltern entdeckt...
    Ich bin nicht ganz einig mit dir, dass das Leben in einem Heim einem Abschieben gleichkommt. Mein geistig behinderter Onkel war ziemlich schlecht in die Gesellschaft integriert und wurde wenig gefördert, als er noch bei seinen Eltern lebte. Seit deren Tod lebt er an einem betreuten Wohn- und Arbeitsplatz. Zuerst in einer Art "WG", jetzt mit einer Kollegin in einer Wohnung, wo die beiden wo immer nötig unterstützt werden. Ich habe den Eindruck, dass er heute viel mehr "im Leben steht". Aber natürlich gehe ich mit dir einig: Es muss Inklusion stattfinden. Ich bin immer wieder erschüttert, wie schmal die erlaubte Bandbreite von "normal, wichtig und richtig" in unserer Gesellschaft geworden ist. Ich will mit schrägen Typen, schillernden Figuren, intensiven und spannenden Menschen zusammenleben. Alles andere ist fad.
    Liebe Grüsse, Martina

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    1. Liebe Martina
      Die Geschichte von Deinem Onkel tut mir sehr leid für ihn, ist aber, denke ich, für seine Generation keine Seltenheit. Ich möchte nicht sagen, dass Heime für niemanden Sinn machen und dies ein schlechter Ort sei. So wie auch Alters- und Pflegeheime für gewisse Menschen und Situationen Sinn machen. Aber es gibt noch andere Wege, die möglich sein müssen. Daran arbeiten wir. Wir alle...
      Und ich bin da auch so wie Du: ich schätze schräge, schillernde, außergewöhnliche, nicht-konforme Menschen auch sehr! Wir brauchen alle Sorten und Typen von Menschen, damit unsere Gesellschaft LEBT...

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  9. Liebe Irene,
    der Weg ist noch lang. Wie gut, dass du so mutig Zeichen setzen kannst, auf dich selber hören kannst und dir vertraust. Du tust es für viele, glaube ich.
    Danke dafür.
    Gabriela
    (Ich möchte nicht in den Lostopf mit rein.)

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    1. Ja, liebe Gabriela, der Weg ist noch lang. Doch ich schaue nur immer auf den nächsten Schritt und habe gelernt, wenn irgendwie möglich die Menschen zu finden, die Freude an Calista haben. Jene Menschen zu finden, die ihr Herz für Calista öffnen können, denn die kann sie reich beschenken.

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  10. Euch auf diesem Weg nur das Beste. LG Isa

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  11. Liebe Iren
    Ich bin selber eine Mutter mit einem Mädchen mit DS, welches im Kanton Zürich in eine Krippe geht. (Lustigerweise haben wir einmal vom Pep in Mainz eine Rechnung von Calista bekommen anstatt unsere :-)) Meine Tochter wird im Januar 3 Jahre alt, so dass sie noch einige Zeit in ihrer Krippe verbringen wird, bis wir sehen, wie ihr Weg weiter geht. Es hat mich sehr schockiert zu lesen, was Calista passiert ist und mir sind die Tränen gelaufen. Unsere Tochter darf sich so glücklich schätzen, dass sie in ihrer Krippe so gut aufgehoben ist. Die Krippenleiterin ist ihre 2. Mama. Das hat sich einfach so ergeben. Am Anfang war es mir fast unnormal. Mittlerweile weiss ich, dass es wirkliche Liebe auf beiden Seiten ist. Ich bin so unendlich dankbar, dass unsere Tochter so die ersten viereinhalb Jahre ihres Lebens (wahrscheinlich; keiner weiss, wie sie sich noch entwickeln wird und wie z.B. auch ihr Spielverhalten noch wird) so wunderbar umsorgt aufgehoben ist, so dass ich erst einmal ganz beruhigt sein kann. Es hat mich sehr getroffen, diesen grausamen Bericht von dir zu lesen. Wahrscheinlich waren die Krippenbetreuerinnen überfordert mit der Situation und haben sich nicht anders zu helfen gewusst. Aber das grenzt auch für 'normale' Kinder schon an Unmenschlichkeit. Keiner wünscht sich, so etwas zu erleben, geschweige denn, für sein Kind! Es ist sehr schön zu lesen, dass Calista erst einmal einen guten Platz gefunden hat und ich wünsche ihr, dass sie in Zukunft nur noch Menschen um sich hat, die es gut mit ihr meinen! Ein grosser Wunsch... Hoffentlich geht er für sie in Erfüllung!

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  12. Ach so. Ich möchte an der Verlosung nicht teilnehmen. Ich dachte, dass versteht sich von selbst, wenn eine das auch nicht erwähnt. Aber "sicher" ist sicher :O)

    UND
    jetzt noch einmal auf das Positive geschaut. Ich freue mich, dass Calista nun einen weiteren, guten Ort hat, wo sie sich einbringen darf, gewollt ist und aufblühen kann/ aufblüht. Das freut mich von Herzen.
    Oona

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  13. Liebe Iren,
    ich heisse Salome, bin ein lustiges, quirliges & besonderes Mädchen. Ich möchte gerne an der Verlosung teilnehmen, weil das Buch spannend wäre für meine 2 grösseren Geschwister, meine Kindergarten- und zukünftigen Klassengspänli's. Uebrigens wohne ich nur ca. 30 S-Bahn-Minuten von euch entfernt, im Zürcher Oberland.

    Sei lieb gegrüsst von
    Salome (bald 7, DS) und Mami

    Absender: rbachmann71@gmail.com

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  14. Liebe Iren, ich möchte gerne an der Verlosung teilnehmen, weil ich meinen Kindern gerne Papa Moll vorlese. Dieses Buch wäre eine zauberhafte Art, ihnen Menschlichkeit greifbarer zu machen. Alles Liebe, Laura

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  15. Liebe Iren ich möchte auch gern an der Verlosung teilnehmen, das ich auch beruflich mit der Inklusion zu tun habe.
    Zu Calista: Diese Pädagogen sollte man zur Rechenschaft ziehen. Liebe Grüße Xeniana.blogspot.de

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  16. Liebe Iren, wie man mit Calista in dieser Spielgruppe umgegangen ist, macht mich sehr traurig. Zum Glück hast Du reagiert. Ich wünsche Dir weiterhin viel Mut und Gelassenheit. Das wollte ich Dir nur sagen, das Buch möchte ich nicht. Herzlich, Marianne

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  17. Liebe Iren, ich möchte Dir ein ganz liebes "Danke" sagen für Deinen Kommentar. Ja, ich verstehe es gut, was und wie Du es meinst. Aus dieser Sicht hab ich es noch nie gesehen, dass Robert ein "Experte" ist, sein eigener Experte. Danke fürs anstubsen.
    Er wird ein Tablet bekommen .... die grosse Schwester richtet es für ihn ein. Wir sind gespannt was er damit macht, wie es sich entwickelt ... aber pssst, es ist ja noch ganz geheim, auch für ihn bei Christkindl versteckt!
    liebe Grüsse
    Elisabeth

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  18. uh, iren, das finde ich auch extrem zum lesen. mit keinem kind dürfen sie so etwas machen. es ist immer wieder erstaunlich, wie verschieden menschen mit menschen umgehen. schön, ist calista nun an einem besseren ort. ich wünsche dir, dass du dies wieder aus deinen gedanken streichen kannst und dir nicht zuviele sorgen machst.

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