Dienstag, 1. Dezember 2015

Nachtrag zu Sonntagserinnerungen

Ich wollte Euch noch zeigen, wie es auch aussieht bei uns... Denn ich habe Euch nur die Augenweiden gezeigt, die ich liebe... Aber wir haben wirklich Umbau... Und weitere Bilder vom Bad, die ich zeigen wollte sind noch bei Christian auf dem Mobile, werde ich aber auch noch posten.


Christian arbeitet bis spät nachts in der Küche
"Wohn"zimmer

"Wohn"zimmer. Auf der kleinen Kommode kochen wir mit einem elektrischen Marroniofen,
der auch einen Grilleinsatz hat. 
Aber dann, wenn man aus dem Fenster schaut, die Aussicht...
Unser idyllisches Dorf ist autofrei, ihr erkennt den Weg, welches die einzige "Strasse" ist.

Herzlicher Gruss von Iren, die auch gerne Chaosbilder zeigt ;-) und noch mehr zeigen wird...

... inzwischen habe ich weitere Fotos erhalten von Ingo. Ingo ist die beste Seele des Dorfes, ein Allrounder der uns total unterstützt und viel professionelle Arbeit verrichtet. Ich poste seine Arbeit an unserem Haus gleich noch unter dem selben Nachtrag:

Im Oktober liessen wir das Gelände rundherum so gestalten, dass wir einmal eine Terrasse
haben können und einen richtigen Weg zum Haus. Bisher gab es nur ein abgetrampelter Grasweg.

Bauetappen im Bad...

Grube für die neue Duschwanne... 
Bauphase in der Küche... 
Holzlieferung. Wir werden daraus noch Brennholz spalten, damit wir den Winter warm geniessen können...

Montag, 30. November 2015

Sonntagserinnerungen

Die Sonne scheint mir ins Gesicht und ich schaue durchs Fenster auf die grüne Wiese vor mir. Süss in mir die Erinnerung an gestern. In den Bergen. Wir waren im verschneiten Wald und haben von den grossen Tannen ein paar grüne Zweige erbitten. Wir haben unser Haus ein bisschen festlich geschmückt und weiter an unserer Küche gearbeitet. Wir hoffen, dass pünktlich zu Weihnachten alles bereit ist. Neue Küche. Und gerne auch neues Bad. Doch die Dusche wird wahrscheinlich nicht fertig, zu lange die Lieferfrist für die neue Duschwanne. Zu langes Warten auf die Fliesen. Doch das kümmert uns wenig. Wir wissen, wie zu improvisieren und gestalten uns kleine Nischen, die uns gefallen. Man muss ja nicht immer den Bauschutt und die Arbeit anschauen, es gibt gleich daneben auch kleine Augenweiden. Die wunderschöne, halb wilde Katze, welche Thalia füttert und uns immer besucht, die drei Hirschkühe, welche nachts vor unserem Haus schneegefrorenes Gras fressen, der alte Apfelbaum, der dieses Jahr  "Winterfrüchte" tragen darf, das Feuer, welches im alten Giltsteinofen knistert, unsere neue Laterne, die Scherenschnitte und immer wieder die wunderbare Aussicht...Die kurzen Momente in den Bergen lieben wir und wünschten jedesmal, die Zeit stünde still. Darum möchte ich hier ein paar Bilder zeigen, weil es mir gut tut, sie selbst nochmals zu schauen.






Herzlich, Iren, die staunt, wie viel Christian die vergangenen Wochen und Monate an unsere Haus Hand angelegt und hart gearbeitet hat und die mit ihm Seite an Seite diese Zeit des Umbaus geniesst, welche für andere vielleicht nur Stress bedeutet.

Mittwoch, 25. November 2015

Leben feiern

Warum. Schreibe ich nicht mehr? Das habe ich mich auch immer wieder gefragt. Es ist natürlich viel los bei uns, der Alltag ist voll und die Tage sind kurz. Aber gleichzeitig schaffte ich es nicht, über unsere Ferien zu erzählen, wenn tausende von Menschen ihre Heimat verlassen haben und nun an Grenzen stehen, hoffend auf Glück. Und wie kann ich über unsere kleinen Problemchen und Freuden erzählen, wie soll ich Bilder von unserer Adventsbäckerei zeigen, wenn "die Welt" explodiert?! Ich möchte meinen Blog bewusst frei von der Weltpolitik halten und doch fällt es mir manchmal nicht leicht, weiter zu schreiben als würde mich dies alles nicht betreffen. Auch in der Familie waren ein paar schwierige wie auch traurige Ereignisse und dies alles zusammen liess mich verstummen.

Dennoch. Was können wir tun? Mit Musik gegen die Trauer und Angst zu spielen ist wunderschön, denn sie spricht direkt in die Seele hinein. Mit Musik den schrecklichen Ereignissen trotzen und dennoch das Leben feiern, wie viele Menschen in Paris es versuchen. Der französische Karikaturist LUZ, der anfangs Jahr den Anschlag auf Charlie Hebdo überlebt hat, sprach vor ein paar Wochen im Radio anlässlich seines Buches "Katharsis". Eindrücklich waren seine Worte, als er leise sagte, er habe in diesen Monaten danach begriffen, dass es für ihn nur einen Wert gebe, für den es sich zu leben lohne: L'amour. Nur Dank der Liebe habe er als Mensch die Zeit danach überlebt.

Darum. Lass uns lieben. Nur das. Lass uns alle das Leben in unseren Herzen feiern. Dankbar. Und deshalb möchte ich heute auch wieder meinen Blog beleben, mit unserem kleinen, unbedeutenden Familienleben, welches aber für mich und meine Familie alles bedeutet. Es ist alles, was wir haben. Darum, Sorge tragen und im Herzen feiern.






Herzlich, Iren.


Freitag, 2. Oktober 2015

Herbstgefühle

Wir haben den Herbst begonnen und mit ihm neue Energien gewonnen. Die Luft ist klarer und frischer geworden, die Natur bunter. 


So empfinde ich auch unsere Kindergartensituation, sie sich geklärt und neu geordnet hat. Calista hatte gestern ihren letzten Tag im alten Kindergarten und sie wurde liebevoll von den Gspänli verabschiedet. Sie wird nun nicht mehr mit dem anderen Jungen zusammen integriert, sondern kommt nach den Herbstferien in einen eigenen, neuen Kindergarten in unserer Nähe. Es wurde eine Kindergärtnerin gefunden, die sich gerne der neuen Herausforderung annimmt, sowie Eltern und Kinder, die Calista bereits kennen und sich auf sie freuen. Wir sind voller Hoffnung und guter Laune!


In diesem Moment, in dem ich nun hier sitze und schreibe, wird unser VW Bus auf dem Strassenverkehrsamt nochmals geprüft. Wir bibbern und wünschen uns ganz fest, dass er es endlich durch die Motorfahrzeugkontrolle schafft (er ist bereits dreimal durchgefallen...) und wir morgen unsere Reise starten können. Wir möchten für eine Woche nach Elba fahren. Wir wollen uns an der italienischen Küste in schäumende Glückswellen stürzen, zwischendurch Spaghetti auf die Gabel drehen und danach die Nasespitze den Sonnenstrahlen hinhalten. Wir hoffen auf eine entspannte Familienwoche mit Kinder, Hund und VW Bus. 


Herzliche Grüsse von Iren, die sich nochmals bei allen ganz herzlich danken möchte für all die liebe Unterstützung und Hilfsangebote. Ich war ganz überwältigt, habe es aber noch nicht geschafft, den einzelnen zu antworten. Ich hoffe, bald Zeit dazu zu finden. DANKE EUCH ALLEN, ihr seid einfach wunderbare Leser!!

Donnerstag, 3. September 2015

Das Glück ist wie das Meer...

Euch allen zuerst mal vielen Dank für eure Worte und Unterstützung, die ich von allen Seiten und über verschiedene Wege erhalten habe! Alle Eure Worte hatten ihre Qualität und haben mir geholfen - Danke von Herzen!



Wir haben inzwischen einige Gespräche geführt und ich habe nun aus zweiter Hand erfahren können, dass für Calista ein neuer Kindergarten gesucht wird. Drückt uns die Daumen!



Wir hoffen auf eine tolle, engagierte Kindergärtnerin. Denn bei einer Integration ist es sehr wichtig, dass die zuständige Lehrperson/Kindergärtnerin ganz ins Boot geholt werden kann und bereit ist, ihren wichtigen Teil am Gelingen der Integration beizutragen. Ein Kind wie Calista im Kindergarten zu haben ist ein Mehraufwand. Wenn man aber sieht und erkennt, dass Calista mit ihrem Wesen und ihrer Art, die Dinge zu sehen und mit ihnen umzugehen einen Mehrwert für alle bringen kann, dann geht die Rechnung auf. Es gibt aber Menschen, und das darf auch sein auf dieser Welt, die erkennen den Mehrwert nicht, den eine Calista bringen kann. Für diese Menschen ist dann eine Integration eine Minusrechnung, weil dann der Mehraufwand nicht aufgewogen werden kann. 


Wir konnten, respektive durften, leider keinen Einfluss nehmen auf die Wahl der Kindergärtnerin, obwohl ich der Schulleitung mehrmals vorschlug, ein unverbindliches Gespräch mit der möglichen Kindergärtnerin zu führen, um Fragen und Ängste zu klären, bevor sie sich zu diesem Schritt entscheiden muss. So kam es leider, dass die falsche Person von der Schulleitung dazu "verknurrt" wurde, Calista in ihre Gruppe aufzunehmen. Das heisst, die Kindergärtnerin hatte selbst kein Mitspracherecht, ob sie diese Aufgabe der Integration auch wirklich annehmen will. Doch die richtige Wahl der Kindergärtnerin ist der Schlüssel zu einer wahrhaften, erfolgreichen Integration; sie ist die Basis. Die hatten wir leider von Anfang an nicht. 



Hinzu kam, dass ein weiteres Kind mit Autismus zusammen mit Calista in die gleiche Gruppe eingeschult wurde. Obwohl die heilpädagogische Stelle bereits vor den Sommerferien wusste und mit eigenen Augen sehen konnte, dass dieses Kind sehr aktiv ist und permanent eine Person direkt an seiner Seite braucht, die ihn mit 150% Aufmerksamkeit betreut, haben sie für beide Kinder zusammen nur eine Heilpädagogin angestellt. Dies hatte zur Folge, dass Calista bereits am ersten Kindergartentag buchstäblich zwischen Stuhl und Bank fiel: Eine Kindergärtnerin, die sich für Calista nicht verantwortlich fühlen will und dies auch klar sagt, kombiniert mit einer Heilpädagogin, die zu 150% mit einem anderen Kind ausgelastet ist. Niemand kümmerte sich gross um Calista, auch als sie neben ihrem Stuhl am Boden sass und weinte...

Dem Ganzen ist noch zuzufügen, dass die versprochene Sicherheit rund um den Kindergarten nicht gewährleistet ist, das heisst Calista kann jederzeit problemlos davon spazieren und wäre schnell auf einer gefährlichen Strasse. Auf die mangelnde Sicherheit habe ich bereits vor den Sommerferien aufmerksam gemacht und gebeten, dies zu beheben. Es geht um Kinderleben. Nichts ist passiert. Noch die Tage jetzt, als bereits Feuer im Dach war, waren alle Türen immer und jederzeit sperrangelweit offen, wenn ich Calista brachte oder abholte. Ich drehte fast durch. Erst auf wiederholtem Drängen meinerseits wurden nun etwas widerwillig die ersten Massnahmen ergriffen und die Eltern drauf aufmerksam gemacht, dass sie bitte immer die Türen hinter sich schliessen sollen.

Die gesamte Situation brachte mir schlaflose Nächte...



Als erste Reaktion kam der Lösungsvorschlag, dass man Calista teilintegrieren könne. Teilintegrieren? Das würde für uns drei Tage Regelkindergarten und zwei Tage Sonderkindergarten pro Woche bedeuten. Einleben und pendeln in zwei Welten, in zwei soziale Gruppen mit unterschiedlichen Herausforderungen. Ich wurde wütend und verstand die Welt nicht mehr. Calista hat nach schulpsychologischer Abklärung den Status IS bekommen, was integrierte Sonderschulung bedeutet. Ihr steht ein Regelkindergarten zu. Diese Einstufung dürfen sie ihr nicht einfach so wegnehmen, nur weil die ganze Planung im Hintergrund total falsch gelaufen ist und die erste einfach Lösung beim Sonderkindergarten zu finden ist. Es ist nicht Calista's oder unsere Schuld, dass der Kindergartenstart dermassen in die Hose ging. Ich schlug diesen Vorschlag sofort in den Wind und teilte schriftlich mit, dass wir dringend einen neuen Regelkindergarten wünschen mit einer Kindergärtnerin, die bereit ist für diese neue Aufgabe.



Den Status IS kann Calista natürlich wieder genommen werden, doch dies muss schriftlich begründet sein. Mit diesem Schreiben in der Hand hätten wir Eltern dann die Möglichkeit, diesen Entscheid vor Gericht anzukämpfen. Calista würde dann wieder neu abgeklärt werden und es gäbe einen Gerichtsentscheid, ziemlich wahrscheinlich zu unseren Gunsten. Denn Calista ist fit, sehr selbständig und erfüllt alle Kriterien für eine integrierte Sonderschulung. Mit diesem Gerichtsentscheid hat dann die Heilpädagogische Stelle wiederum die Möglichkeit, von der Stadt Zürich mehr Gelder zu bekommen, um auch Calista das Pensum der nötigen Betreuung gewährleisten zu können und müssten nicht den faulen Kompromiss versuchen, den sie gemacht haben mit der gemeinsamen Einschulung mit dem anderen Kind. Denn mit dieser gemeinsame Einschulung wollten sie Kosten sparen. Sie wussten ja, dass das andere Kind zu 100% eine Betreuungsperson braucht, hofften aber, dass Calista sozusagen ohne auskommen würde. Auf meine direkte Frage hin, wurde dies sogar zugegeben. - Doch soweit, dass es einen gerichtlichen Entscheid geben muss, sind wir nicht und müssen wir hoffentlich auch nicht gehen. Es ist aber wichtig, diese Prozesse zu kennen, um für sein eigenes Kind den richtigen Weg gehen zu können.



Wir als Eltern sind noch völlig neu auf diesem Gebiet und kennen kaum die Rechte und Möglichkeiten, die uns zustehen. Auch sind wir fest bemüht, den ganzen bürokratischen Apparat dahinter und seine Funktionsweise zu verstehen. Bei Procap habe ich mir nun eine Publikation bestellt: "Was steht meinem Kind zu? Ein sozialversicherungsrechtlicher Ratgeber für Eltern von Kindern mit Behinderung". Hier zu bestellen. Wie weit die uns weiterhelfen kann, weiss ich noch nicht. Aber als Eltern bräuchte man dringend eine unabhängige Anlaufstelle, die einen mit Rat und Tat und Erfahrung weiterhelfen und unterstützen kann. - Eine Baustelle.

Nun hoffen wir aber fest, dass wir bis nach den Herbstferien eine neue, glückliche Situation schaffen können. 

Gestern habe ich auf der Aussentafel einer Metzgerei diesen Spruch gelesen:

Das Glück ist wie das Meer - 
die Wellen kommen auch immer wieder.



Herzliche Grüsse von Iren, die nun vertrauensvoll auf die nächste Welle wartet.

Donnerstag, 20. August 2015

Kindergartenstart

Ehrlich? Ich weiss im Moment grad nicht, was und wie ich genau über Calista's Kindergartenstart schreiben soll. Ich werde ein paar Fotos zeigen, die sehr süss sind und die ihre Kraft nicht verlieren sollten. Und ich glaube, dass aus der Sicht von Calista der Kindergarten gut angefangen hat. Wenigstens das. Sie freut sich, am Morgen hinzugehen. Doch es ist Calista sicher nicht entgangen, dass ich geweint habe diese Tage, viel diskutiert und geredet habe und zwischendurch auch wütend war. Was Calista's Betreuung und Sicherheit im Kindergarten anbelangt, haben wir keinen guten Start gehabt. Wir haben einige Probleme und es hat zur Folge, dass ich Calista im Moment zeitlich nur beschränkt in den Kindergarten bringen kann. Ich bin nicht glücklich über einiges dort. Für unser Kindergartenwohl sind wir abhängig von Menschen, die wenig vor Ort sind aber Grundsätzliches entschieden haben. Leider fehlentschieden haben. Nun geht es an die Korrektur.

Ich fühle mich im Moment ziemlich leer und erschöpft und ich mag hier an dieser Stelle nicht in Details erzählen, was genau die Situation ist und worüber wir zu diskutieren haben. Es ist alles noch zu unmittelbar, zu frisch, zu unabgeschlossen, zu komplex. Ich spüre einmal mehr, wie weit wir noch zum Thema Inklusion zu gehen haben, wie beschwerlich der Weg ist und dass es nicht die Gesellschaft an und für sich ist, sondern viel eher die Politik, die Institutionen, die Reglemente und wiederum die Politik, die daraus resultiert. Denn am Elternabend gestern durften wir glücklicherweise sehr nette Eltern anderer Kinder kennen lernen, die offen auf uns zu kamen und sich freudig und gar dankbar zeigten, dass ihr Kind nun die Chance bekommt, mit einem Kind wie Calista in Kontakt zu kommen und vertraut zu werden. Darüber sollten wir uns freuen, darauf sollten wir anstossen!






Herzliche Grüsse von Iren, die grad ziemlich am Anschlag ist.



Montag, 17. August 2015

Nochmals ausatmen

Am Wochenende fuhren wir zum Ferienabschluss nochmals in unser neues Häuschen. Beim ersten Mal vor drei Wochen kriegten wir den Schlüssel und traten in ein fremdes Haus, besetzt mit fremdem Hausrat und Ramsch. Diesmal aber hatten wir beim Eintreten das wunderbare Gefühl, nach Hause zu kommen. Wir waren glücklich.

Die oberste Wohnung, welche vom Innenausbau her bereits bewohnbar ist, haben wir letztes Mal fast gänzlich vom fremden Ballast ausgeräumt und mit den gebliebenen, vorhandenen Möbeln angefangen einzurichten. Wir brachten diesmal neue Leinenbettwäsche, Lampen und Kuschelfelle mit und schon sah es gemütlicher aus. Wir haben alte Möbel und Nachttischlampen geschliffen, umgestrichen und mit neuen Lampenschirmen versehen. Mit wenig Geld ist so etwas Neues, Ansprechendes entstanden. Diese Arbeit gefällt mir sehr! Währenddessen hat Christian das Gras gemäht, Hecken geschnitten und den Natursteinplattenweg von der Erde, die über die Jahre runter gerutscht ist, befreit. Nach ein paar Stunden Arbeit trafen wir uns zufrieden am Küchentisch und freuten uns über die Fortschritte. Ja, das Haus ist viel Arbeit, doch Arbeit mit direktem Resultat, mit direkter Belohnung. Das gibt uns eine grosse Befriedigung.

Auf dem dunklen Unterdach habe ich hinter alten Brettern ein Kinderbett entdeckt, schmutzig und staubig. Wir haben es gereinigt und werden es bald wieder benutzen, für Calista oder andere Kleinkinder aus der Familie. Ein hübsches Bettchen mit gelb-grüner Patina, die wir genau so lassen werden.


Unser "neues" Schlafzimmer, erst halb fertig, aber immerhin schon mit richtigen Betten.



Einen alten, einst gelb angestrichenen Hocker und biedere Nachttischlampen aus den siebziger Jahren habe ich mit einem neuen Anstrich und neuen Lampenschirmen entstaubt, alles passend zum neuen Bettzeugs. Ich versuche mit den Farben schwarz und weiss eine Balance zu geben, einen Kontrast gegenüber dem vielen Holz rundherum, gegenüber diesem omnipräsenten, warmen Gelbton.



Die Essecke aufgefrischt, doch dreht man den Kopf, ist auf der anderen Seite noch die alte Küche, die wir diesen Herbst neu gestalten möchten.



Die Stube ist vorerst mal mit zusammengetragenen Möbeln, die bereits im Haus waren, eingerichtet. Ich möchte den roten Teppich noch bleichen, damit es eine helle Farbe wird. Ein Experiment, das ein paar Tage Sonne benötigt, um den Teppich dann zu trocknen.



Kurz vor der Abreise, es war alles bereits gepackt und aufgeräumt, hat Calista die Stube nochmals neu gestaltet...


Von den vielen Schnapsflaschen, welche die Vorbesitzer uns hinterlassen haben, behielten wir ein paar weisse, leerten den Inhalt weg und schabten die Etikette weg. Mit gefunden Kerzen drauf gesteckt machte es draussen auf der Veranda eine stimmige Ecke. 

Wir erschaffen uns Schritt für Schritt ein kleines, gemütliches Zuhause. Es braucht oft gar nicht viel, nur ein paar eigene Ideen und etwas Zeit. Davon mögen wir hoffentlich genug haben...





Herzliche Grüsse von Iren, die sich erst nochmals ans Wochenende erinnern wollte und dann morgen über den Kindergartenstart von Calista schreiben wird.