Samstag, 20. Juli 2013

Mit schwerem Herzen ...

... habe ich letzte Woche Calista zu Hause gelassen, bei meiner Perle. Sie ist ein paar Stunden zuvor krank geworden und erbrach sich immer wieder. Sommerzeugs. Doch Thalia hatte genau an diesem Tag ihren letzten Kindergartentag, ihre Abschiedszeremonie in Anwesenheit aller Eltern. Zudem war geplant, dass Christian und ich dann mit ihr alleine Mittagessen gehen. Wir wollten diesen Meilenstein in ihrem Leben feiern. Thalia im Transit vom Kindergarten- zum Schulkind. Als dann Calista so schlecht wurde, dachte ich sofort, dass ich mit ihr nun zu Hause bleiben muss. Doch der zweite Gedanke war: Nein, dieser Tag ist zu wichtig für Thalia, daran wird sie sich vielleicht das Leben lang erinnern. Calista kennt meine Perle sehr gut und sie hat viel Vertrauen zu ihr. Sie mit ihr alleine zu lassen, auch wenn sie krank ist, war zumutbar. Es fiel mir aber nicht leicht. Wie eine Rabenmutter fühlte ich mich beim Gedanke, dass ich mein krankes Kind alleine lasse, um mit der Schwester Essen zu gehen. Doch die stolz strahlenden Augen von Thalia bestätigten mir sofort die Richtigkeit meiner Entscheidung. Manchmal, da braucht das Kind die ungeteilte Aufmerksamkeit. Ein Zeichen, dass sein Leben  wichtig ist.

Wir machten noch die "letzten-Schultag-und-letzten-Kindergartentag-Bilder". Wie jedes Jahr, vor der Betonmauer. Ich liebe diesen Moment und konnte es kaum fassen, dass es wieder soweit war. Mögt ihr die vom letzten Jahr schauen? Da ist wieder viel passiert, in der Körpersprache und in den Gesichtern der Mädchen, nicht? Ich freue mich an ihnen und an ihrer Entwicklung! 


Seht hin, wie Thalia's Schulter den weissen Punkt in der Betonwand erreicht hat!
Thalia war traurig, als sie sich von der Kindergärtnerin verabschieden musste. Sie liebte ihre Kindergartenzeit und ich spüre, welch wertvolles Saatgut sie in diesen zwei Jahren bekommen hat. Ich bin sehr dankbar dafür, auch mit Tränen in den Augen. Doch ich habe noch einen Trost: Calista. Sie wird nächstes Jahr auch in diesen Kindergarten kommen. Es bleiben uns also noch mindestens zwei, eventuell drei Jahre dort. Und wir verabschiedeten uns mit den Worten "Auf-Wieder-Sehen!". Das half. 


Und beim Italiener ums Eck dann das Anstoßen mit frischem, klarem Wasser. Auf Dich, Thalia! 





Zwei Tage zuvor haben wir noch eine andere Tradition wiederholt: Cosima lädt ein paar Freundinnen zu einem kleinen Sommerferien-Abschiedsfestchen ein und ich koche ein sommerliches Mittagessen und bastle danach etwas mit den Kindern. Dieses Jahr habe ich mit den Mädchen ein Ferientagebuch nach der Idee von Mamas Kram gemacht.  Die Mädchen hatten alle total Freude, waren mit großer Begeisterung dabei und trugen das selbst gestaltete Büchlein ganz stolz nach Hause. Anscheinend haben sie schon vor Ferienbeginn mit Einträgen angefangen. Ich habe die Büchlein abfotografieren müssen, weil ich sie auch super fand. Wir verwendeten verschiedenes Papier, auch verschiedene Größen und zwischendurch legten wir etwas zum Ausmalen bei oder aus einem Spaßrechenheft haben wir noch Rechnungen hinein gemogelt. Natürlich wollten die Kinder das, sie fanden es lustig, in den Ferien freiwillig ein bisschen das 1x1 zu repetieren. Unser Tagebuch bekam dann noch einen Bindfaden an einen "Klammerknopf" (wie die Dinger auch immer heissen...) angemacht, damit man das Tagebuch zubinden kann.




Bereits ist eine Woche Ferien vorüber. Wir sind noch Zuhause und unermüdlich dabei, den VW Bus reisefertig zu machen. Christian hat eine Solarzelle auf das Dach montiert, die uns nun komplett mit Strom versorgt, auch den Kühlschrank. Toll, wir sind autonom! Und ich habe die Moskitonetze erneuert und ein Sitzkissen neu bezogen. Auch eine Girlande für den Schlaftrakt der Mädchen genäht und aufgehängt. Für Calista baut Christian dieses Wochenende ein Bett, dass in die Fahrerkabine gehängt werden kann.

Und zwischendurch, da gehen wir mal im See schwimmen oder ins Kino. Gestern sind wir sogar nach Mainz gefahren. Ins PEP - Praxis für Entwicklungspädagogik. Calista kriegte dort ein Intensivcoaching. Darüber werde ich in einem anderen Post erzählen. Es war aber total super und der ganze lange Weg hin und wieder retour hat sich vielmals gelohnt!

Herzliche Feriengrüße von Iren, die zur Erholung die ganze Woche schon müde ist und einfach nur schlafen möchte...

Kommentare:

  1. Ich wünsche Euch wunderbare Ferien! Eure Ferientagebücher sind so toll geworden. Die Idee dafür möchte ich mir gern für später aufheben genauso wie die, die Ferien mit einem Fest einzuläuten.
    Alles Liebe, Katharina

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  2. Die Ideen kleine Ferientagebücher zu erstellen finde ich ganz wunderbar. Das Erlebte in den Ferien wo eintragen zu können. Später womöglich stolz zu zeigen: SO war das bei uns. SIe sind alle ganz schön geworden.

    Ich bin schon sehr gespannt auf die Bilder NACH dem Urlaub. Diese Campingbus-Touren finde ich mit / für Kinder genial. Im Zusammenhalt der Familie große Abenteuer erleben und spüren wie es ist, in der Natur zu sein/leben. Von Ort zu Ort weiterziehen. Immer bereit für das Neue und Unbekannte.
    Und das noch "autonom" *lächel*

    Möge sich immer der perfekte "Stellplatz" für den Bus finden, die Abenteuer stets voller Licht und Freude leuchten und !
    mögest Du Dich, liebe Iren, bei all den schönen Dingen und dem Trubel wunderbar erholen ;-)

    Ganz herzliche Grüße aus dem sommerlichen Norddeutschland
    Oona

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  3. Wie schön, dass die Reise nach Mainz geklappt hat und ich bin natürlich seehr gespannt auf Deinen Bericht!

    Viele liebe Grüße,
    Philine

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